Unser Projekt Solar-Energie (Photovoltaik)

Informationsphase

Seit die ersten Taschenrechner mit Solarbetrieb auftauchten, fasziniert wohl Jeden die Möglichkeit, durch simples Sonnenlicht Energie bzw. Strom zu erzeugen. Diese Form der Energieerzeugung hat dermaßen viele Vorteile, dass man sich fragen muss, warum nicht viel mehr Privatpersonen oder Unternehmen auf diesen Zug aufspringen.
Unsere Informationsphase begann im Frühjahr 2001. Durch den Besuch einer Infoveranstaltung einer Bürgerinitiative über den Tagebau Hambach (Kohleabbau) wurde das Interesse geweckt. Irgendwie ist hängengeblieben, dass der Bau einer Solaranlage durch Fördermittel extrem günstig ist. Hier wollten wir nachhaken. Wir sind keine "Ökos" oder "Grüne", aber wenn es darum geht, eine saubere Energie zu erzeugen, die auch für Privatpersonen finanzierbar ist, sollte man darüber ernsthaft nachdenken.
Wir haben einen Betrieb in unserer Nähe (www.eut-haustecknik.de) gebeten, uns einmal eingehend zu informieren. Nach dem Besuch Einer der Geschäftsführer (Herr Kleines), der Besichtigung der Möglichkeiten (Dachausrichtung, Fläche, Bäume in der Nähe) und nach groben finanziellen Schätzungen stand für uns fest: wir werden Energieerzeuger. Im Oktober 2001 haben wir gestartet.

Detaillierungsphase

Jetzt wurde Tacheles geredet. Wir wollten ein Bundes-Förderprogramm (100.000 Dächer Programm) nutzen. Hierzu nimmt man einen Kostenvoranschlag für die Solaranlage, geht damit zu einem Geldinstitut seines Vertrauens, und ordert ein Darlehen mit dem Hinweis: Achtung Solar und Förderprogramm. Das Institut wird dann die BFW (Bank für Wiederaufbau) bemühen, um ein extrem kostengünstiges Darlehen zu erhalten. In unserem Falle haben wir eine Summe von DM 60.000 über 10 Jahre zun einem effektiven Jahreszins von 1,9% finanziert. Die ersten beiden Jahre sind rückzahlungsfrei ! Und jetzt kommt´s: der regionale Stromversorger (in unserem Fall RWE) ist verpflichtet, den von diesen Anlagen erzeugten Strom zu vergüten, und zwar für 20 Jahre festgeschrieben! Bei Inbetriebnahme der Anlage in 2001 sind das DM 0,99 pro KwH.
Das bedeutet, das die Anlage 2 Jahre lang Erträge erwirtschaftet, die auf ein Sperrkonto landen. Von diesem Sperrkonto werden wir nach 2 Jahren die monatlichen Beträge unseres Darlehns tilgen.

Bei Inbetriebnahme in 2002 sinkt dieser Betrag auf DM 0,93, oh sorry, auf € 0,48. Und dieser Betrag sinkt vorraussichtlich jährlich.

Die benötigte Zeit vom Einreichen im Geldinstitut bis zum Zugang des Betrages waren bei uns ca. 6 Wochen.

Anlagenbeschreibung

Wir haben 2 Anlagen geordert: Photovoltaikanlage INKA 2000-12f Anlagenleistung 1920 Wp, bestehend aus 16 Modulen Solarex MSX 120 - Spitzenleistung 120W Spannung 17,1V - 7Ampere - Leerlaufspannung 21,3Volt - 25 Jahre Leistungsgarantie - Module ausgerüstet mit Kabeln und Multikontaktsteckern zur einfachen Verbindung der Module untereinander - Modulgröße 991mm Breite x 1108mm Höhe - Flachdachgestell aus Aluminium - Gleichstromhauptleitungen - Wechselrichter SMA Typ SunnyBoy 2000 mit Freischalteinrichtung ENS.

Bauphase

Der eigentliche Bau der Anlage ging recht zügig vonstatten. Einen Tag Rahmen auf dem Dach bauen, einen Tag Module installieren und verkabeln, eine Stunde anschließen und durch RWE einen separaten Zähler für die "Einspeisung" installieren lassen. Das war schon Alles. Da der Bau der Anlage sehr nahe an das Jahresende geraten war, und sehr viele Anlagenbauer noch unbedingt in diesem Jahr (2001) die Anlage in Betrieb nehmen wollten, haben wir aus Termingründen sogar einen kompletten Sonntag auf dem Dach verbracht.